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Das Grabbe-Haus
Ausstellung mit dem Detmolder Künstler Rainer Nummer

Wie kaum ein anderer arbeitet der 1949 in Detmold geborene Künstler Rainer Nummer an dem Thema Grabbe. Seit 20 Jahren nähert er sich der Persönlichkeit Grabbes über das Porträt, wird der große Dichter Auslöser für Zeichnungen, Tafelbilder, Collagen, Papierobjekte, Buchverfremdungen, die eine neue Dramaturgie und Poesie übermitteln. Im Vordergrund steht der zerrissene Mensch Grabbe, und es erscheint immer wieder sein Kopf, der neu erfunden wird. Grabbe ist für den Künstler Nummer eine Schablone, die man füllen kann. Spuren werden gelegt, wieder gelöscht. Grabbe erscheint, verschwindet, Texte tauchen auf. Detmold ist für Rainer Nummer und Grabbe gleichermaßen Ort ihres Wirkens und Chiffre für Provinzialität, die verzweifeln macht.
Im bildnerischen Porträt der Persönlichkeit Grabbes und dem Changieren zwischen Aktualität und Historizität liegt der hohe Reiz der Begegnung mit den Werken Rainer Nummers, die in der Buchhandlung MARKUS zu sehen sind.

Christian Dietrich GRABBE (1801-1836), einer der großen lippischen Dichter, zählt zu den „revolutionären, verfemten, ausgestoßenen Gestalten wie Kleist, Büchner, Heine, die mehr zu Vernunft und Selbständigkeit des Menschen
beigetragen haben als viele andere Denker im Dienste der Fürsten“ (Peter Weiß).
„Scherz, Satire, Ironie und tiefere Bedeutung“, „Herzog Theodor zu Gothland“, „Don Juan und Faust“, „Friedrich Barbarossa und Heinrich VI“, „Napoleon oder die Hundert Tage“, „Die Hermannsschlacht“ - in allen seinen Dramen variiert Grabbe eine Art Urerlebnis. Sein Werk wird bestimmt von einem tiefen Nihilismus. Grabbe – ein Vorläufer der Moderne des Zwanzigsten Jahrhunderts?

Rainer Nummer ist während der Ausstellung anwesend.


 
         
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