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Susanna Schoenberg „Panopticum”

Expanded Arts – Studenten der Kunsthochschule für Medien Köln
Im Kunstverein Kreis Gütersloh

Die Kunsthochschule für Medien Köln zeigt eine von Prof. Valie Export, Prof. Ursula Damm und Stephan Reusse getroffene Auswahl an Arbeiten von Studierenden auf Einladung des Kunstvereins im Veerhoffhaus.

Auch wenn das gesamte Spektrum der künstlerischen Techniken vertreten ist – von computergesteuerten Installationen bis hin zur Malerei, so liegt der Schwerpunkt doch auf rechnerbasierten Arbeiten.

Markierte der Begriff „Interaktivität” in den letzten Jahren den Aufbruch der Künstler in die Datenräume, so ist nunmehr die Steuerbarkeit einer Installation ganz selbstverständlich zum Mittel des Künstlerischen Ausdrucks geworden. Interaktive Installationen involvieren den Betrachter, fordern ihn auf, etwas zu tun, geben etwas zurück. Zu Beginn der „Medienkunstära“ war es dieses Feetback, von dem man eine neu gewonnene Qualität der Kunst erwartete.


Beikyoung Lee „Insel” | Jinyoung Lee „Rodenkirchener Brücke”

Die Projekte der Studierenden der Kunsthochschule für Medien Köln, treten anders an ihr Publikum heran. Sie leisten nicht einfach Unterhaltung durch automatisiertes Rede- und Antwortspiel. Diese Arbeiten entstanden als Reflexion einer Epoche, in welcher der Computer und digitalisiertes Verarbeiten fast alle Bereiche gesellschaftlicher Praktiken unterwandert, zum Teil sogar vereinnahmt hat.
Sie fragen nach dem Menschenbild, das diese Maschinisierung des Denkens hervorbringt. Vielmehr bemühen die jungen Künstler die klassischen Techniken
der Kunst, um den Menschen zu emanzipieren gegenüber diesen Maschinen; Maschinen, die, obwohl selbst so kompliziert, nur Dinge produzieren, die zu einfach wären, um ein Bild unserer selbst zu sein.

Die vorgestellten Arbeiten sind also weniger Abbild der Befindlichkeiten des Künstlers, denn Spiegelbild seines Denkens, seines Wissens um sich selbst, des Nachdenkens über die Ausgeburten der selbst zu verantwortenden Konstrukte und Phantasmen. Eine leise Ironie begleitet die Arbeiten, eine Ironie, die entsteht, weil man sich der Selbstvergessenheit des künstlerischen Tuns bewusst wurde. Oder man hat das Unverhältnis von Technik und Mensch erkannt und verwickelt beide nichtsdestotrotz und gerade deshalb einfach in ein Spiel.



Teilnehmende KünstlerInnen:

01 Ralf Baecker „InterFace” (Interaktive Installation)
02 Yanick Fornier „Coprs augmentés” (Holzobjekte + Fotografie)
03 Boris Irmscher „Playgrounds” (Malerei)
04 Yunchul Kim „Selfportrait” (Zeichnung)
05 Roman Kirschner „Ohrwurmbeschleuniger” (Computergesteuerte Installation)
06 Beikyoung Lee „Insel” (Interaktive Installation)
07 Jinyoung Lee „Rodenkirchener Brücke” (Fotografie)
08 Thorsten Schneider „o.T.” (Fotografie)
09 Susanna Schoenberg „Panopticum” (Interaktive Installation)
10 Seoungwon Won „Es antwortet uns” (Interaktive Installation)
11 Kerstin Ergenzinger „Baukasten” (Variable Konstruktion + Ton)
12 Franziska Hoffmann „Nach 33 Jahren Abriss” (Fotografie)
13 Joanne Moar „Cousins” (Fotografie + Ton)
14 Leif Rumke „Gumgame” (Interaktives Objekt)


Mehr: www.kunstverein-gt.de, www.khm.de

 
         
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Yanick Fornier
„Coprs augmentés”


Ralf Baecker „Interface”


Joanne Moar „Cousins”



Leif Rumke „Gumgame”