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Der Showtruck vor der Martin-Luther-Kirche beginnt zu mitternächtlicher Stunde „Leben” zu entwickeln. Zunächst entfaltet sich die Trapezanlage der französischen Künstler. Musik und Lichtinszenierung begleiten schon die Arbeit der Hydraulik-Motoren. Regisseur Pascualito gibt dem Truck als „Hauptakteur” bei Cocons die von der Technik beanspruchte Freiheit.
Dann entwickeln sich die Auftritte der acht Artistinnen und Artisten. So beginnt eine artistische Show, die sich – so die Tuppe in ihrer Ankündigung – ganz nebenbei mit dem Verhältnis von Mensch und Technik auseinandersetzt: Kann eine Maschine Leben geben ...?
Konkons, Puppen oder Larven sind normalerweise Schutz für das wachsende Leben etwa von Schmetterlingen. In der Inszenierung der Gruppe „Treteaux de Coeur Volant“ bestehen die Konkons aus Metallteilen und erscheinen als Kugel, Kubus, Kegel oder Röhre. Sie deformieren sich, schrumpfen, zerreißen und geben zerbrechliche und vieldeutige Gestalten frei: Seiltänzer, Voltigeure, Akrobaten.
Körper lösen sich, unerwartet geschlüpfte Wesen geben sich der Freude an der Bewegung hin. Dann entstehen Emotionen, überschwängliche Gefühle – wie das Leben so spielt. Kann die Maschine dies akzeptieren?
Das artistische und technische Erlebnis wird durch Licht, Feuer und Pyrotechnik gesteigert und eine Wunderwelt der Träume entsteht – vielfach in schwindelerregender Höhe etwa 12 Meter über dem Erdboden. Die Truppe macht ihrem Namen alle Ehre: „Treteaux de Coeur Volant” bedeutet „Bühne der fliegenden Herzen”

Mehr: www.coeurvolant.site.voila.fr

 
         
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