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Die Ausstellung der Galerie Siedenhans & Simon widmet sich der Landschaftsmalerei im 20. und 21. Jahrhundert. Verschiedene Künstler zeigen ihre ganz eigene Sicht der Landschaft, die sie umgibt. Ähnliche Motive, aber völlig verschiedene Darstellungsweisen treten in einen direkten Vergleich.
Jeder Künstler sucht aus der ihn umgebenden Landschaft nur einen Teil heraus und verarbeitet diesen zu einem Werk. Die unterschiedlichen Empfindungen und Erfahrungen jedes Einzelnen zeigen sich deutlich: Helle kräftige Farben und ein lebhafter Duktus geben den Arbeiten von Gunther Grabe eine unbeschwerte Leichtigkeit. Ein Strommast oder ein Begrenzungspfahl verankert die Landschaft im Heute. Dagegen erzeugt Paul Westerfrölke zeitlose Landschaftsausschnitte mit einer ruhigen, gedämpften, fast schon melancholischen Stimmung. Moreno Ugo abstrahiert einen Sonnenaufgang so stark, dass dieser nur noch aus dynamisch gemalten Farbfeldern zusammengesetzt ist. Eine klare, ruhige Linienführung beherrscht die Werke von Achim Beier. Dabei setzt Beier seine Bilder aus mehreren Landschaftsausschnitten zusammen, um eigene Landschaften zu komponieren. Siegfried Kortemeier achtet in seinen Ölskizzen auf eine nuancenreiche Farbigkeit. Die entstandene Farbharmonie bricht Kortemeier durch einzelne, leise Farbakzente auf, ohne dass ein harmonisches Gesamtkonzept verloren geht.
So ist ein Baum mehr als das Abbild eines Baumes. Er gibt Hinweise auf die Identität des Künstlers. Der Betrachter kann eigene Landschaftserfahrungen in der einen oder anderen Darstellung wiederfinden, auf jeden Fall kann er in einen Dialog treten.

Mehr: www.siedenhans-simon.de
 
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